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17. November 2011 Katrin Werner, MdB

Resolution: Fernverkehr in Trier erhalten!

Zur Stadtratssitzung am 17. November brachte die CDU-Fraktion eine Resolution ein, die sich gegen die Pläne der Deutschen Bahn AG wandte, Trierer vom Fernverkehr abzukoppeln. DIE LINKSFRAKTION stimmt dem Resolutionstext grundlegend zu, empfand den Text der CDU jedoch als zu oberflächlich. In der CDU-Resolution wurde nur gefordert, dass man sich auf allen Ebenen für den Erhalt der IC und ICE-Anbindung einsetze. DIE LINKSFRAKTION benannte in ihrem Ergänzungsantrag die zentralen europäischen und wirtschaftlichen Probleme, die auf Trier ohne Fernverkehrsnetz zukämen. Schlussendlich wurde der Text der LINKSFRAKTION als Begründung zur Resolution mit verabschiedet. Hier ist der Ergänzungstext:

 

Der Rat der Stadt Trier lehnt die Pläne der Deutschen Bahn ab, die InterCity-Verbindungen über Trier in diesem Jahr auszudünnen und bis 2015 vollständig abzubauen.

Deshalb bittet der Stadtrat den Oberbürgermeister und Stadtvorstand sowie alle Landtags- und Bundestagsabgeordneten aus Trier, sich bei der Bahn, beim Land und Bund dafür einzusetzen, dass der Fernverkehr in Trier erhalten wird.Mit Besorgnis erklärt der Rat:

Im Februar diesen Jahres wurde das Nahverkehrsverbindungskonzept „Rheinland-Pfalz-Takt 2015“ vorgestellt. Die Zielsetzung dieses Konzeptes war, dass die Region unabhängiger vom Fernverkehr werden solle. Die Intercity-Verbindungen in Trier sollen damit wegfallen.

Mitte des Monats wurde bekannt, dass die IC-Anbindung über Trier von fünf auf drei Anschlüsse reduziert würde. Dies rief vor allem Unverständnis bei unserem luxemburgischen Nachbarn hervor, der jährlich 800.000 Euro an die Bahn zum Ausbau des Fernverkehrsnetzes überweist und die Anbindung Luxemburg – Trier 2014 nach Koblenz ausbauen wollte.

Die Folgen für Trier können noch nicht abgeschätzt werden. Eindeutig negativ würde sich jedoch abzeichnen, dass:

-          Trier zwar mitten in Europa liegt, aber keine moderne Fernverkehrsanbindung weder nach Europa, Deutschland, noch nach Rheinland-Pfalz habe.

-          die wichtige Fernverkehrsverbindung nach Luxemburg endgültig zum Erliegen käme.

-          Trier als Kultur- und Touristik-Stadt an Attraktivität verlöre, da es keine direkte Erreichbarkeit über den Fernverkehr gäbe.

-          der Wegfall des Fernverkehrs in Trier zur Erhöhung nicht-ökologischen Verkehrs führte.

Trier läge dann mitten in Europa und wäre doch von Europa – verkehrstechnisch – isoliert. Dies muss verhindert werden!