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1. September 2011 Katrin Werner, MdB

Weltfriedenstag verpflichtet: Menschenrechte weltweit friedlich sichern

Zum Weltfriedenstag erklärt MdB Katrin Werner, Mitglied im Ausschuss für Menschenrechte und in der Parlamentarischen Versammlung des Europarats:

„Im Morgengrauen des 1. September 1939 entfesselte das faschistische Deutschland mit seinem militärischen Überfall auf Polen den Zweiten Weltkrieg. An dessen Ende standen über 55 Millionen Tote. Über 6 Millionen Jüdinnen und Juden und rund 500.000 Sinti und Roma wurden in Vernichtungslagern ermordet, ebenso wie Homosexuelle, Menschen mit Behinderungen, Kommunistinnen und Kommunisten, Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten und andere politische Gegner des Naziregimes.

„Nie wieder Krieg von deutschem Boden“ hieß damals eine wichtige und richtige Forderung.

 

Leider ist davon nicht mehr viel zu spüren. Deutschland führte und führt längst wieder Krieg: in Ex-Jugoslawien, in Afghanistan und anderswo. Als drittgrößter Waffenexporteur verdient sich zudem Deutschland eine goldene Nase am weltweiten Kriegsgeschäft.

Menschenrechte lassen sich nicht herbei bomben, sondern erfordern eine zivile Logik im Rahmen demokratischer Freiheitsrechte und sozialer Grundrechte. Beides gehört untrennbar zusammen. Die Konsequenzen müssen heißen: Raus aus Afghanistan, keine Waffen für Despoten, mehr Geld für internationale Entwicklungszusammenarbeit und Bekämpfung von Armut weltweit und im eigenen Land.

Berlin, 1.9.2011