17. Mai 2017 Katrin Werner, MdB

Internationaler Tag gegen Homophobie und Transphobie

Am 17. Mai 1990 beschloss die Generalversammlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) Homosexualität aus der Liste psychischer Krankheiten zu streichen. Seitdem wird dieser Tag als Internationaler Tag gegen Homophobie und Transphobie begangen. (IDAHOT)

Homo-, trans-, inter-, und bisexuelle Menschen in Deutschland haben immer noch nicht die gleichen Rechte wie Heterosexuelle: Gleichgeschlechtliche Paare dürfen nach wie vor nicht heiraten und können gemeinsam keine Kinder adoptieren. Diskriminierungen, Ungleichbehandlungen, Gewalt und Vorurteile sind noch immer präsent.

Heute findet eine Debatte zur „Ehe für alle“ im Bundestag statt. Seit Monaten blockiert die Große Koalition die Beratung in den Ausschüssen. Leider gibt es auch heute wieder keine Abstimmung über die „Ehe für alle“, da sich die Regierungsparteien nicht bewegen. Statt weiterhin die rechtliche Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Paaren zu verhindern, wäre es endlich mal an der Zeit die Diskriminierungen abzuschaffen!

DIE LINKE steht für eine Gleichberechtigung aller Lebensmodelle. Liebe kennt kein Geschlecht. Die Diskriminierung sowie die physische oder psychische Gewalt gegen Homosexuelle und Transsexuelle muss aufhören. Der IDAHOT ist ein wichtiger Tag, um für die Rechte der Community zu kämpfen und um wiederholt auf die Missstände, die Viele tagtäglich ertragen müssen, aufmerksam zu machen. Wir stehen solidarisch an eurer Seite, für eine bessere, offenere Gesellschaft ohne jegliche Diskriminierung.