17. Juli 2017 Katrin Werner, MdB

Christopher Street Day in Trier

„Die Ehe für alle, die von Katarina Barley als gemeinsames Projekt von SPD und Opposition verkauft wird, war schon früh ein Anliegen der LINKEN. Allerdings ist die Diskussion um Gleichberechtigung damit selbstverständlich noch nicht abgeschlossen“, kommentiert Katrin Werner, Direktkandidatin der LINKEN Stadtverband Trier, die Podiumsdiskussion auf dem CSD in Trier.

Mateusz Buraczyk, der Katrin Werner in der Podiumsdiskussion auf dem Trierer Kornmarkt vertrat, warf eine Reihe kritischer Fragen auf. So stellte er die gegenwärtige Praxis bei Geschlechtsangaben im Personalausweis dezidiert infrage. Auch problematisierte er den Umstand, dass in der Region Trier sehr viele Kitas in Trägerschaft der katholischen Kirche sind. Gerade die Kirche hat in der Vergangenheit die Rechte von Homosexuellen immer wieder eingeschränkt und in Abrede gestellt. Auch im Asylrecht forderte Buraczyk ein Umdenken. So erhalten Menschen, die als Homosexuelle verfolgt werden in Deutschland nicht ohne weiteres Asyl. „Die Leute werden zurück in den Tod geschickt“, empörte sich der Stadtrat der Linksfraktion.

„All diese offenen Fragen, zeigen, dass mit der Ehe für Alle zwar ein erster Schritt gemacht ist, der Weg zur faktischen Gleichstellung von LGBTI jedoch noch sehr lang ist. Wir dürfen uns jetzt nicht auf dem Erreichten ausruhen, sondern weiter für eine solidarische und gleichberechtigte Politik für alle kämpfen, “ so Katrin Werner.