14. Juli 2017 Katrin Werner, MdB

Einsparungen im Bildungsbereich könnten zum Bumerang werden

bernhard_pixler / pixelio.de

„Rheinland-Pfalz verfolgt schon seit Jahren eine Politik des rigorosen Bildungsabbaus. Erst beschloss das Land die Streichung zahlreicher Lehrerstellen und nun sollen die kleinen Grundschulen wegrationalisiert werden. Im Anbetracht steigender Schülerzahlen wird das unweigerlich zu einem rapiden Abfall des Bildungsniveaus führen“, kommentiert die rheinland-pfälzische Bundestagsabgeordnete der LINKEN Katrin Werner eine neue Studie der Bertelsmann-Stiftung, die bundesweit einen starken Anstieg der Schülerzahlen bis 2030 prognostiziert.

Werner weiter: „Langfristig werden die Schülerzahlen, gerade im Bereich der Grundschulen, deutlich ansteigen, was zu einem erheblichen Engpass bei Lehrern und Räumlichkeiten führen wird. Zwar liefert die Studie keine detaillierten Zahlen für Rheinland-Pfalz, jedoch verzeichnen die Geburtenstationen bereits seit Jahren einen kontinuierlichen Anstieg der Geburtenraten, was sich in wenigen Jahren auch im Bildungsbereich niederschlagen wird. Bevor Schulen geschlossen werden, muss das Bildungsministerium belastbare Prognosen für die nächsten Jahre liefern. Wenn 2017 die Infrastruktur im ländlichen Raum eingespart wird, muss sie möglicherweise in den nächsten Jahren und Jahrzehnten neu aufgebaut werden. Somit könnte das Land seinem Bildungsauftrag nicht mehr nachkommen.“