12. September 2017 Katrin Werner, MdB

Erneute lebensgefährliche Sammelabschiebung nach Kabul

„Nach dem gravierenden Anschlag in Kabul Ende Mai, wird nun still und heimlich am 12. September eine weitere Massenabschiebung nach Afghanistan durchgeführt. Trotz der lebensgefährlichen Lage vor Ort werden nun 15 Geflüchtete von Düsseldorf aus abgeschoben. Zahlreiche Hilfsorganisationen und der Flüchtlingsrat sprechen sich deutlich gegen diese menschenverachtende Abschiebepraxis aus, da Menschenleben auf dem Spiel stehen. Kurz vor der Bundestagswahl möchte die Bundesregierung hartes Vorgehen demonstrieren, um Stimmen am rechten Wählerrand zu gewinnen. Ein solches Vorgehen ist unverantwortlich, deshalb fordert DIE LINKE einen sofortigen Abbruch dieser lebensbedrohlichen Sammelabschiebung in ein Kriegsgebiet.“, so die Bundestagsabgeordnete Katrin Werner.

Werner weiter: „Die Bundesregierung macht sich mitverantwortlich an dem ungewissen Schicksal der 15 Afghanen und nimmt deren möglichen Tod in Kauf. Bis jetzt wurden bereits mehr als 100 Menschen nach Afghanistan abgeschoben, die als Flüchtende bei uns Schutz gesucht hatten. Es ist nötig, dass wir uns mit Menschen in Not solidarisieren und als Helfer statt Henker auftreten.“