17. Oktober 2017

Internationaler Tag für die Beseitigung von Armut

[Bildbeschreibung: Auf dem Bild werden im Hintergrund Personen angedeutet, wobei eine Person auf dem Boden liegt und eine andere davor steht. Im Vordergrund steht folgendes Zitat von Bertolt Brecht:" Reicher Mann und armer Mann standen da und sahn sich an. Und der Arme sagte bleich: Wär ich nicht arm, wärst du nicht reich"]

Um auf die Situation von Millionen von Menschen aufmerksam zu machen, die in Armut leben, wurde am 17. Oktober 1992 der „Internationale Tag für die Beseitigung von Armut“ ins Leben gerufen. Allein in Deutschland sind derzeit rund 13 Millionen Menschen armutsgefährdet. Der Niedriglohnsektor wird durch Leiharbeit und sachgrundlose Befristungen immer weiter aufgeblasen. Die Logik unseres Wirtschaftssystems befördert die Profitgier großer Unternehmen und führt zu einer Verfestigung von Armut, weil viele Menschen in den Betrieben ausgebeutet werden, während die Gewinne vieler Unternehmen kontinuierlich steigen. Es ist ein Armutszeugnis für ein reiches Land wie Deutschland, dass RentnerInnen, die ihr ganzes Leben gearbeitet haben, nun Flaschen sammeln müssen, weil ihre Rente vorne und hinten nicht ausreicht. Alleinerziehende und Geflüchtete zählen ebenfalls zu den VerliererInnen unserer Niedriglohngesellschaft. Der Reichtum ist vorhanden, er muss bloß so verteilt werden, dass alle davon profitieren! DIE LINKE fordert daher u.a. eine Vermögenssteuer und eine schrittweise Abschaffung der Leiharbeit und sachgrundloser Befristungen!