19. Juli 2017 Katrin Werner, MdB

Rheinland-Pfalz bundesweit ein Inklusions-Schlusslicht

In Rheinland-Pfalz zeigt sich beim Thema Inklusion ein Versagen der Bildungspolitik. Gerade mal 31,4 Prozent der Kinder mit Förderbedarf erhalten die Möglichkeit eine Regelschule zu besuchen. Bundesweit liegt die Inklusionsquote an Schulen bei 41,1 Prozent, in Bremen sogar bei 88,9 Prozent. Damit liegt Rheinland-Pfalz bundesweit im unteren Drittel. Und das, obwohl die Landesregierung im Koalitionsvertrag noch zu Beginn der Wahlperiode grußspurig versprach, die Chancengleichheit im Bildungssystem zu erhöhen“, sagt Katrin Werner, behindertenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag, mit Blick auf aktuelle Medienberichte zur Inklusionsquote.

Werner weiter: „Mit Ratifikation der UN-Behindertenrechtskonvention hat sich Deutschland dazu verpflichtet ein inklusives Bildungssystem auf allen Ebenen zu schaffen. Doch statt aktiv an diesem Ziel zu arbeiten, reagiert Rheinland-Pfalz mit Lehrerabbau und Schulschließungen. Und das bei ansteigenden Schülerzahlen und wachsendem Förderbedarf. Mit diesen Maßnahmen untergräbt Rheinland-Pfalz das Anrecht eines jeden Kindes auf gute Bildung und faire Zukunftschancen. Die Regierung muss endlich aufhören am falschen Ende zu sparen.“