12. Juni 2017 Katrin Werner, MdB

Welttag gegen Kinderarbeit

Foto von Katrin Werner, daneben steht "Kinderarbeit weltweit verbieten! DIE LINKE."

Am 12. Juni findet zum 15. Mal der „Welttag gegen Kinderarbeit“ statt. Laut UNICEF werden derzeit ca. 190 Millionen Kinder zwischen fünf und vierzehn Jahren, insbesondere in den Ländern des globalen Südens brutal ausgebeutet.

Die UN-Kinderrechtskonvention sichert Kindern das Recht zu, vor wirtschaftlicher Ausbeutung geschützt zu werden. Trotzdem arbeiten viele Kinder häufig unter sklavenähnlichen Verhältnissen und unsicheren Arbeitsbedingungen in Textilfabriken, in der Plantagenwirtschaft, in der Tourismusbranche und traurigerweise auch im Bereich der Prostitution.

Die Ursachen liegen auch in der strukturellen Armut der Familien, die ihre Kinder aus Gründen der Existenzsicherung zur Arbeit zwingen oder an Konzerne verkaufen müssen. Die weltweite Armut ist dabei auch die logische Konsequenz des kapitalistischen Wirtschaftssystems, weil die Profitmaximierung durch Ausbeutung des Menschen im Vordergrund steht – das hier nicht einmal vor den besonderen Rechten und Bedürfnissen von Kindern haltgemacht wird, ist ein Verbrechen.

DIE LINKE fordert als ersten Schritt mehr Mittel für die internationale Armutsbekämpfung und zusätzlich ein Importverbot für Produkte, die durch Kinderarbeit hergestellt worden sind.