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März 2019: 41.048 Personen wurden nicht in der offiziellen Arbeitslosigkeit für Rheinland-Pfalz gezählt

Schlechte Meldungen kann die Bundesregierung nicht gebrauchen. Deshalb bleibt sie dabei, die Arbeitslosenzahlen schönzurechnen. Arbeitslose, die krank sind, einen Ein-Euro-Job haben oder an Weiterbildungen teilnehmen, werden bereits seit längerem nicht als arbeitslos gezählt. Viele der Arbeitslosen, die älter als 58 sind, erscheinen nicht in der offiziellen Statistik. 2009 kam eine weitere Ausnahme hinzu: Wenn private Arbeitsvermittler tätig werden, zählt der von ihnen betreute Arbeitslose nicht mehr als arbeitslos, obwohl er keine Arbeit hat.

 

Wer die tatsächliche Arbeitslosigkeit erfassen will, muss ehrlich rechnen. Dazu sagte der damalige Arbeitsminister Olaf Scholz (SPD) am 4.6.2009 in der Fernsehsendung Panorama: „Alles, was an Effekten durch arbeitsmarktpolitische Maßnahmen entsteht, wird jedes Mal zusammen mit der Arbeitsmarktstatistik veröffentlicht. ... Ich glaube, dass man sich auf die Seriosität dieses Prozesses verlassen kann.“ Wer anders rechnen wolle, könne ja „seine Zahl veröffentlichen – und dazu ein Flugblatt drucken.“ Das tun wir gern. Hier ist die tatsächliche Zahl, die allein auf amtlichen Daten der Statistik der Bundesagentur für Arbeit beruht. Im März 2019 waren tatsächlich immer noch mehr als 140 000 Menschen in Rheinland-Pfalz erwerbslos. Zeit zu handeln statt zu tricksen.

Offizielle Arbeitslosigkeit, Rheinland-Pfalz, März 2019

Nicht gezählte Arbeitslose verbergen sich hinter:

99.059

Älter als 58, beziehen Arbeitslosengeld II

6.372

Ein-Euro-Jobs (Arbeitsgelegenheiten)

1.705

Förderung von Arbeitsverhältnissen

49

Fremdförderung

9.397

Teilhabe am Arbeitsmarkt (§ 16i SGB II)

166

berufliche Weiterbildung

7.126

Aktivierung und berufliche Eingliederung (z. B. Vermittlung durch Dritte)

12.139

Beschäftigungszuschuss (für schwer vermittelbare Arbeitslose)

33

Kranke Arbeitslose (§146 SGB III)

4.061

Nicht gezählte Arbeitslose gesamt

41.048

Tatsächliche Arbeitslosigkeit Rheinland-Pfalz, März 2019

140.107

 

Quellen:                Bundesagentur für Arbeit: Arbeitsmarkt in Zahlen. Arbeitslosigkeit und Grundsicherung für Arbeitsuchende. Rheinland-Pfalz, März 2019, Blatt 9. Die dort aufgeführten Gründungszuschüsse und sonstige geförderte Selbstständigkeit haben wir in der Tabelle nicht berücksichtigt.

 


Menschen vor Profite - Pflegenotstand stoppen!

(Zum Download der Präsentation bitte auf die obige Grafik klicken)

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März 2019: 41.048 Personen wurden nicht in der offiziellen Arbeitslosigkeit für Rheinland-Pfalz gezählt

Schlechte Meldungen kann die Bundesregierung nicht gebrauchen. Deshalb bleibt sie dabei, die Arbeitslosenzahlen schönzurechnen. Arbeitslose, die krank sind, einen Ein-Euro-Job haben oder an Weiterbildungen teilnehmen, werden bereits seit längerem nicht als arbeitslos gezählt. Viele der Arbeitslosen, die älter als 58 sind, erscheinen nicht in der offiziellen Statistik. 2009 kam eine weitere Ausnahme hinzu: Wenn private Arbeitsvermittler tätig werden, zählt der von ihnen betreute Arbeitslose nicht mehr als arbeitslos, obwohl er keine Arbeit hat.

 

Wer die tatsächliche Arbeitslosigkeit erfassen will, muss ehrlich rechnen. Dazu sagte der damalige Arbeitsminister Olaf Scholz (SPD) am 4.6.2009 in der Fernsehsendung Panorama: „Alles, was an Effekten durch arbeitsmarktpolitische Maßnahmen entsteht, wird jedes Mal zusammen mit der Arbeitsmarktstatistik veröffentlicht. ... Ich glaube, dass man sich auf die Seriosität dieses Prozesses verlassen kann.“ Wer anders rechnen wolle, könne ja „seine Zahl veröffentlichen – und dazu ein Flugblatt drucken.“ Das tun wir gern. Hier ist die tatsächliche Zahl, die allein auf amtlichen Daten der Statistik der Bundesagentur für Arbeit beruht. Im März 2019 waren tatsächlich immer noch mehr als 140 000 Menschen in Rheinland-Pfalz erwerbslos. Zeit zu handeln statt zu tricksen.

Offizielle Arbeitslosigkeit, Rheinland-Pfalz, März 2019

Nicht gezählte Arbeitslose verbergen sich hinter:

99.059

Älter als 58, beziehen Arbeitslosengeld II

6.372

Ein-Euro-Jobs (Arbeitsgelegenheiten)

1.705

Förderung von Arbeitsverhältnissen

49

Fremdförderung

9.397

Teilhabe am Arbeitsmarkt (§ 16i SGB II)

166

berufliche Weiterbildung

7.126

Aktivierung und berufliche Eingliederung (z. B. Vermittlung durch Dritte)

12.139

Beschäftigungszuschuss (für schwer vermittelbare Arbeitslose)

33

Kranke Arbeitslose (§146 SGB III)

4.061

Nicht gezählte Arbeitslose gesamt

41.048

Tatsächliche Arbeitslosigkeit Rheinland-Pfalz, März 2019

140.107

 

Quellen:                Bundesagentur für Arbeit: Arbeitsmarkt in Zahlen. Arbeitslosigkeit und Grundsicherung für Arbeitsuchende. Rheinland-Pfalz, März 2019, Blatt 9. Die dort aufgeführten Gründungszuschüsse und sonstige geförderte Selbstständigkeit haben wir in der Tabelle nicht berücksichtigt.