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Mieten steigen, Sozialwohnungen brechen weg

Die Mieten sind in den letzten Jahren in Rheinland-Pfalz rasant gestiegen. Das betrifft nicht nur die Städte, sondern auch deren Umland. Gleichzeitig ist der Bestand an Sozialwohnungen stark geschrumpft. Bezahlbarer Wohnraum wird für viele Menschen zunehmend zur Mangelware. Es ist Zeit für eine Politik, die für bezahlbaren Wohnraum sorgt und einen bundesweiten Mietendeckel für angespannte Wohnungsmärkte schafft.

Insbesondere in den Städten, klettern die Mieten auf immer höhere Werte. Die teuersten Angebotsmieten nettokalt pro m² im Jahr 2020 finden sich in Mainz (11,87 €), Ludwigshafen (8,97 €) und Trier (8,93 €). Die größten Steigerungen der Angebotsmieten in den Jahren 2010-2020 fanden in Koblenz (+ 58%) Ludwigshafen (+ 48,8%), Speyer (43,6%) und Frankenthal (43,6%) statt.

Doch auch in den Landkreisen steigen die Mieten immer weiter. Die teuersten Angebotsmieten nettokalt pro m² in den Landkreisen im Jahr 2020 finden sich in Mainz-Bingen (9,32 €), Rhein-Pfalz-Kreis (8,92 €) und Germersheim (8,85 €). Die größten Steigerungen der Angebotsmieten in den Jahren 2010-2020 fanden in Ahrweiler (+ 55,3%) Westerwaldkreis (+ 50,52%) und Mainz-Bingen (+ 49,84%) statt.

Bund und Land müssen endlich aktiv werden und die Mietexplosion zu stoppen sowie für mehr bezahlbaren Wohnraum sorgen. Dazu ist es notwendig einen bundesweiten Mietendeckel für kommunal angespannte Wohnungsmärkte zu schaffen. Außerdem brauchen wir endlich mehr sozialen Wohnungsbau. Über Jahre hinweg wurde kaum etwas getan. Durch die hohen Mieten und den Mangel an Sozialwohnungen werden Menschen mit geringem Einkommen verdrängt. Hier besteht großer Handlungsbedarf. Zudem müssen die Wohnungen deutlich länger in der Mietpreisbindung verbleiben. Wohnen ist ein Grundrecht. Ohne Mietendeckel und engagierten sozialen Wohnungsbau wird es aber zunehmend zum Luxus, den sich viele nicht mehr leisten können. Das darf nicht sein.

Artikel imTrierischen Volksfreund

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