Diese Website verwendet Cookies. Warum wir Cookies einsetzen und wie Sie diese deaktivieren können, erfahren Sie unter Datenschutz.
Zum Hauptinhalt springen

Rheinland-Pfalz: Immer mehr Einkommensmillionäre

Im Jahr 2017 gab es in Rheinland-Pfalz 895 Einkommenssteuerpflichtige mit einem Gesamtbetrag der Einkünfte von einer Millionen Euro und mehr. Im Vergleich zu 2012, in dem es 595 Einkommensmillionäre in Rheinland-Pfalz gab, ist das eine Zunahme von 300. Das entspricht einer prozentualen Zunahme von etwa 50%.

 

Im Jahr 2017 gab es in Deutschland 24.743 Einkommenssteuerpflichtige mit einem Gesamtbetrag der Einkünfte von einer Millionen Euro und mehr. Im Vergleich zu 2012, in dem es 16.547 Einkommensmillionäre in Deutschland gab, ist das eine Zunahme von 8.196. Das entspricht einer prozentualen Zunahme von etwa 49,5%.
Der Gesamtbetrag der Einkünfte der 895 Einkommensmillionäre in RLP lag im Jahr 2017 bei 2.146.886.000 Euro. Das durchschnittliche pro Kopf Einkommen der rheinland-pfälzischen Einkommensmillionäre lag somit bei etwa 2.398.755 Euro. Die festzusetzende Einkommenssteuer lag bei 775.028.000 Euro. Die durchschnittliche pro Kopf festzusetzende Einkommenssteuer lag etwa bei 865.953 Euro. Durchschnittlich haben Einkommensmillionäre in Rheinland-Pfalz somit 36,1 Prozent Lohn- und Einkommenssteuer auf den Gesamtbetrag ihrer Einkünfte entrichtet.

"Die Zahl der Einkommensmillionäre in Rheinland-Pfalz ist in den vergangenen Jahren immer weiter gestiegen. Während im Jahr 2012 noch 595 Einkommensteuerpflichtige in Rheinland-Pfalz ein Einkommen von einer Millionen Euro und mehr hatten, waren es im Jahr 2017 bereits 895. Das ist eine Zunahme von 50 Prozent. Die Schere zwischen Arm und Reich geht auch in Rheinland-Pfalz immer weiter auseinander. Während die Zahl der Einkommensmillionäre stetig steigt, ist die Quote der Menschen, die von Armut betroffen sind oder für niedrige Löhne arbeiten, in den letzten Jahren in Rheinland-Pfalz stabil geblieben. Es ist an der Zeit, dass Menschen mit hohem Einkommen und Vermögen endlich einen größeren Beitrag leisten. Die Kosten der Krise dürfen nicht wieder von Menschen mit niedrigem und mittlerem Einkommen oder durch Sozialkürzungen finanziert werden. Wir brauchen eine Reform der Einkommenssteuer, um große Einkommen höher zu besteuern und Menschen mit geringem und mittlerem Einkommen zu entlasten. Außerdem braucht es endlich eine Vermögenssteuer und eine einmalige Vermögensabgabe, um die Verteilung von Vermögen gerechter zu gestalten und die Krisenkosten zu finanzieren. Das Geld ist da, es ist nur falsch verteilt", sagt Katrin Werner, rheinland-pfälzische Bundestagsabgeordnete der LINKEN.

Artikel in der Rheinpfalz

Antwort der Bundesregierung I

Antwort der Bundesregierung II