Immer mehr Menschen in Trier zahlen zu viel Miete

„4,1 Millionen Mieter:innenhaushalte zahlten im Jahr 2018 mehr als 30 Prozent ihres Einkommens für die Miete. 30 Prozent gelten als Grenze der Leistbarkeit. Trier zählt dabei zu den Städten, in denen die Mietkostenbelastung überdurchschnittlich hoch und in den letzten zwölf Jahren sogar gestiegen ist. 52,38 Prozent aller Mieter:innehaushalte haben 2018 in Trier mehr als 30 Prozent ihres Einkommens für die Miete ausgegeben, 11 Prozent sogar über die Hälfte. Wer einen großen Anteil des Einkommens für die Miete aufbringen muss, muss in anderen Lebensbereichen sparen. Wenn die Mietbelastung immer weiter steigt, werden immer mehr Menschen aus der Stadt verdrängt. Dieser Entwicklung muss mit effektiven Maßnahmen entgegengewirkt werden und dazu braucht es mehr Investitionen in den sozialen Wohnungsbau, eine konsequente Bekämpfung von Leerständen und einen bundesweiten Mietendeckel für angespannte Wohnungsmärkte“, sagt Katrin Werner, rheinland-pfälzische Bundestagsabgeordnete der LINKEN mit Blick auf die heute veröffentlichte Studie der Hans-Böckler-Stiftung „Die Verfestigung sozialer Wohnversorgungsprobleme“.

 

 

Werner weiter: „Während sich die Wohnversorgungslage von Mieter:innen in deutschen Großstädten insgesamt leicht verbessert hat, hat sie sich in Trier verschlechtert. Immer mehr Mieter:innen leben in Trier in zu teuren oder zu kleinen Wohnungen. Schon 2006 hatten nur 46,83 Prozent aller Haushalte eine leistbare und angemessene Wohnung. 2018 waren es sogar nur noch 43,85 Prozent. Diese beschämende Entwicklung zeigt das jahrzehntelange Desinteresse der Landes- und Bundesregierung an den sozialen Missverhältnissen in Land und Bund. Hier muss dringend gehandelt werden.“

Zur Studie der Hans-Böckler-Stiftung