CSD in Belgrad: Freie Sexualität ist Menschenrecht
„Ich bekunde meinen Respekt und meine Solidarität mit allen Demonstrantinnen und Demonstranten beim serbischen Christopher Street Day (CSD) in Belgrad. Lesben, Schwule, Bi-, Trans- und Intersexuelle müssen überall das Menschenrecht haben, ihre Sexualität frei zu leben.“ erklärt Katrin Werner, Mitglied des Bundestages. „Die serbische Regierung fordere ich auf, die Verantwortlichen der gewaltsamen nationalistischen Gegendemonstration hart zu verfolgen. Die Regierung muss ihrer Verantwortung nachkommen, aktiv für mehr Toleranz und Gleichberechtigung von anderen Lebensweisen einzutreten.“
Am 10.10.’10 demonstrierten in der serbischen Hauptstadt 1000 Menschen gegen Diskriminierung und für die Gleichstellung von Lesben, Schwule, Bi-, Trans- und Intersexuellen. Die Demonstration wurde von einer gewalttätigen Gegendemonstration serbischer Nationalisten begleitet. Diese fielen durch aggressive Parolen wie „Tod den Schwulen“ auf. Trotz Absperrungen seitens der serbischen Polizei kam es zu Straßenschlachten bei denen vor allem Polizisten verletzt wurden. Die Nationalisten zerstörten Autos, Gebäude, setzten Verkehrsbusse und die Zentrale der Demokratischen Partei in Brand.