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Europarat setzt auf Inklusion

Katrin Werner

Die Parlamentarische Versammlung des Europarats hat sich am Donnerstag in der Entschließung 12262 zum Recht auf Bildung behinderter und kranker Kinder bekannt. Dazu erklärt Katrin Werner, Mitglied des Bundestages und Vertreterin der LINKEN in der Parlamentarischen Versammlung:


Es ist ein starkes Signal, dass sich der Europarat für inklusive Bildung für behinderte und kranke Kinder ausspricht. Auch ich bin der Überzeugung, dass die Verschiedenartigkeit von Kindern eine Bereicherung für alle Kinder ist, dass wir auch in Deutschland eine gemeinsame Schule für alle Kinder brauchen.

Die aktuellen Zahlen sprechen für sich: 85 Prozent der Kinder mit Behinderung gehen in der Bundesrepublik auf Sonderschulen. 0,0 Prozent dieser Sonderschülerinnen und Sonderschüler erreichen die Fachhochschulreife oder die Allgemeine Hochschulreife.


Zugleich treffen Einsparungen im Bildungssystem behinderte und kranke Kinder besonders hart. Wenn in meinem Wahlkreis, in Trier, eine von vier Realschulen geschlossen wird, dann werden Schulwege länger. Die Leidtragenden sind nicht zuletzt Kinder mit Behinderung.


Die Ratifizierung der besten Konvention ist wenig wert, wenn unser Bildungssystem unterfinanziert bleibt. Eine Schule für alle braucht politischen und gesellschaftlichen Willen, braucht eine strukturelle und finanzielle Grundlage. Nur so können Kinder von einander und miteinander lernen.


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