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Tod nach Abschiebung: Rheinland-Pfalz schiebt schwerkranke Frau ab

Am 07.12.’10 wurde die schwer traumatisierte Frau Borka T. aus Mayen in den Kosovo abgeschoben. Borka T. ist Roma und flüchtete, weil sie im Bürgerkrieg Opfer von Terror wurde. In Deutschland wurde sie wegen einer posttraumatischen Belastungsstörung fachärztlich versorgt. Nur ein Monat nach ihrer Abschiebung erlitt sie im Kosovo eine Hirnblutung und verstarb. Sie wurde mit ihrem Ehemann und minderjährigen Sohn abgeschoben.

 

Dazu erklärt MdB Katrin Werner und fordert „Ich bin entsetzt über das unmenschliche Verhalten des rheinland-pfälzischen Innenministeriums. Die rigide Abschiebungspolitik in Rheinland-Pfalz hat ein Menschenleben auf dem Gewissen. Ich fordere den sofortigen Stopp der Abschiebung aller Flüchtlinge in den Kosovo. Frau T.s Ehemann und Sohn sollen unmittelbar eine Einreiseerlaubnis nach Deutschland erhalten.“

 

Eine Klage vor dem Verwaltungsgericht in Trier auf Feststellung eines humanitären Abschiebestopps wurde abgelehnt, da Borka T. – so die Begründung - im Kosovo weiterbehandelt werden könnte.

 

Die Familie wurde im Kosovo nicht von Mitarbeitern der deutschen Botschaft, Ärzten und Hilfsorganisationen empfangen. Damit wurde zugesprochene Hilfe verwehrt. Die dringend fachärztliche Behandlung wurde somit abgebrochen.

 

Die Familie von Frau T. lebt nun in Baracken in tiefster Armut. Der minderjährige Sohn wuchs in Deutschland auf und beherrscht die Sprache im Kosovo nicht. Ihm wurde jedes Recht zu einem selbstbestimmten Leben verwehrt.

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